09.11.2023

SRG

Das sagt die SRF-Führung zum Personal

Noch am Mittwochabend hat sich SRF-Direktorin Nathalie Wappler in einer Videomitteilung an die Mitarbeitenden gewandt. Ihre Botschaft: «Wir meistern diese Herausfordung gemeinsam.» Auch TV-Chefredaktor Tristan Brenn versucht, den Angestellten in einem Mail Mut zu machen.
SRG: Das sagt die SRF-Führung zum Personal
SRF-Direktorin Nathalie Wappler spricht nach der Verkündung des Bundesratsentscheids zur SRG in einer Videobotschaft zum Personal. (Bild: Screenshot)

Medienminister Albert Rösti hat am Mittwoch erstmals im Namen des Bundesrats Stellung genommen zur Halbierungsinitiative, die Anfang August offiziell eingereicht wurde und voraussichtlich in drei Jahren vors Volk kommt. Der Bundesrat lehnt die Vorlage «200 Franken sind genug!» ab. Die Medienabgabe der Haushalte soll bis 2029 schrittweise auf 300 Franken gesenkt werden (persoenlich.com berichtete).

Bei den SRG-Mitarbeitenden ist die Verunsicherung nach der Verkündung vom Mittwoch gross. Noch am Mittwochabend hat sich SRF-Direktorin Nathalie Wappler darum in einer internen Videobotschaft, die persoenlich.com vorliegt, an das Personal gewandt. Wappler appelliert darin an den internen Zusammenhalt. «Wir halten zusammen, alle miteinander – von der Information bis zum Sport, von der Kultur bis zur Unterhaltung. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Produktion, Technologie, Audienz, Distribution, Finanzen oder HR – und dies im Radio, TV oder Online», sagt sie und fügt an: «Wir meistern diese Herausforderung gemeinsam.» 

Vernehmlassung bis im Februar 2024

Sie erinnert das Personal an die «vielen Unterstützerinnen und Unterstützer im Land, die uns zur Seite stehen». Viele Politikerinnen und Politiker hätten sich bereits gegen die Gebührenreduktion geäussert, Weitere würden sicher folgen.  

Danach informiert Wappler die Mitarbeitenden über den bevorstehenden zeitlichen Ablauf. Die Vernehmlassung läuft bis Anfang Februar 2024. Der Bundesrat wird sich bis im Juni dazu äussern, ob es beim am Mittwoch präsentieren Entscheid bleibt. Ab 2027 würden die Gebühren dann zuerst auf 312 Franken sinken, ab 2029 schliesslich auf 300 Franken. Die Halbierungsinitiative kommt voraussichtlich im Jahr 2026 vors Volk. 

Mit Blick auf den langen politischen Prozess sagt sie: «Wir brauchen Gelassenheit und Zuversicht, um gescheit damit umzugehen.» Die Situation sei für alle sehr belastend, fügt sie an und erinnert daran, sich bei Fragen an die Vorgesetzten zu wenden. Die Botschaft: «Wir sind für euch da.»

«Geduld und Ruhe» gefragt

Auch TV-Chefredaktor Tristan Brenn hat sich am Donnerstagvormittag in einem Mail gegenüber den Mitarbeitenden geäussert. Auch er schreibt mit Blick auf den politischen Prozess, der noch Jahre andauere: «Geduld und Ruhe sind gefragt. Von uns allen.» Er sei sich bewusst, dass diese neue Entwicklung beim Personal zusätzlich zu Verunsicherung führe.

Er schreibt: «Ich möchte das gar nicht schönreden, uns allen jedoch Mut machen, dass wir auch diese Herausforderung gemeinsam bewältigen werden.» Wie Wappler erinnert er diesbezüglich an die «zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer». Zudem schreibt er: «Unsere Leistung und unser Angebot sind das beste Argument gegen Angriffe auf den Service public.» (wid)


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