22.11.2018

SRF

«Dataland» war kein Strassenfeger

Der nationale Themenabend vom Mittwoch hat auf SRF 1 durchschnittlich nur 217'000 Personen erreicht. Das Schweizer Fernsehen zeigt sich dennoch «sehr zufrieden». Der Erfolg solcher Spezialsendungen werde nicht primär über die Quote gemesen.
SRF: «Dataland» war kein Strassenfeger
Das Keyvisual von «Dataland». (Bild: SRF)

Am Mittwochabend haben sich die Fernsehprogramme der SRG in einer aufwendig inszenierten Sondersendung den Themen Künstliche Intelligenz und Big Data gewidmet. «Vom Leutschenbach wurde viel und weitgehend das geliefert, was man von einer solchen Sendung gern erwartet: Information, Denkarbeit, Erklärstücke und Klarsicht», so das Fazit des persoenlich.com-TV-Kritikers René Hildbrand.

Offenbar war aber «Dataland» für die breite Masse zu schwere Kost. «Am Mittwochabend haben durchschnittlich 217'000 Personen den nationalen Themenabend auf SRF 1 am TV mitverfolgt», sagt SRF-Sprecher Andrea Di Meo. Dies entspricht einem durchschnittlichen Marktanteil von 19,1 Prozent (3+, Overnight, Deutschschweiz).

Bei der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen kam «Dataland» auf SRF 1 auf einen Marktanteil von 11,7 Prozent. 72'000 Zuschauer dieses Alterssegments verfolgten die über dreistündige Sendung.

«Wir sind sehr zufrieden»

«Mit dem nationalen Themenabend ‹Dataland› haben wir uns – gemeinsam mit den übrigen SRG-Sendern – einem gesellschaftsrelevanten und hochaktuellen Thema angenommen», so Di Meo gegenüber persoenlich.com. «Dataland» habe mit einer differenzierten und vielschichtigen Berichterstattung eine wichtige Debatte über die digitale Zukunft der Schweiz angestossen, richtungsweisende Fragen gestellt und eine breite Diskussion – etwa auf den sozialen Kanälen – rund um das Datenland der Zukunft entfacht. «Für eine Sendung dieser Länge sind wir mit dem Zuschauerzuspruch sehr zufrieden – und selbstverständlich misst sich für uns der Erfolg von solchen Spezialsendungen nicht primär über die Quote», so der Unternehmenssprecher.

Die Zahlen im Vergleich: Am Vorabend erreichte «Der Kriminalist» 423'000 Zuschauer (Marktanteil 28,6 Prozent), «1 gegen 100» vom Montag schauten 480'000 Zuschauer (29,5 Prozent), und beim «Tatort» vom Sonntag fieberten 348'000 Personen mit (17,1 Prozent). Und die «Rundschau», die wegen «Dataland» pausieren musste, hatte am letzten Mittwoch 324'000 Zuschauer (22,3 Prozent).

Apropos Strassenfeger: Das Spiel an der Fussball-WM vom 17. Juni auf SRF zwei, Schweiz gegen Brasilien, vermochte im Schnitt 1,6 Millionen Deutschschweizer vor die Bildschirme zu locken und erreichte einen Marktanteil von 66,4 Prozent (persoenlich.com berichtete).


Newsletter wird abonniert...

Newsletter abonnieren

Wollen Sie Artikel wie diesen in Ihrer Mailbox? Erhalten Sie frühmorgens die relevantesten Branchennews in kompakter Form.

Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Tek Berhe
23.11.2018 05:02 Uhr
Das ist eine Sendung nach Gusto von BR Leithard. Die SRG kann sich für viel Billag-Geld als innovativ verkaufen und Susanne Wille hat die nächste hichdotierte Moderation eines entsprechenden Events auf sicher. Win(Leuthard)-Win(SRG)-Win(Wille)? Und der Zuschauer?
Kommentarfunktion wurde geschlossen

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.

Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören