21.04.2010

Eurovision TV-Summit

Deltenre plädiert für Service-Public-TV mit Profil

"Das Gute populär machen und das Populäre gut!".

Mit einem engagierten Plädoyer für das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat Ingrid Deltenre am Mittwoch den Eurovision TV Summit in Luzern eröffnet. Um das Vertrauen zu gewinnen, seien Investitionen in Qualität, Innovation und ein Dialog mit dem Publikum nötig.

Für Ingrid Deltenre, Generaldirektorin der European Broadcasting Union (EBU), braucht es den Service Public bei den Medien auch in Zukunft. Er spiele eine wichtige Rolle, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern, sagte sie zum Auftakt des Treffens der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten.

Eine Herausforderung seien die grössere TV-Auswahl für Zuschauer sowie die zunehmend unter Druck kommende Finanzierung und Unabhängigkeit der Fernsehstationen. Es stelle sich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen daher die Frage, wie es das Vertrauen des Publikums gewinnen könne.

Für Deltenre bedarf es dazu eines profilierten, unverwechselbaren Programms. Konkret heisse das: Investitionen in die Qualität, Innovation und Aufbau eines Dialoges mit dem Publikum. "Sprechen sie mit ihm, entwickeln sie einen Dialog und checken sie, ob die Schlüsse, die sie daraus ziehen, auch richtig sind."

Die einzelnen Sendestationen könnten sich darauf verlassen, dass die heuer 60- jährige EBU sie unterstütze, sagte Deltenre weiter. Sie sei zuversichtlich, dass es durch Zusammenarbeit möglich sei, "das Gute populär und das Populäre gut" zu machen und so das Vertrauen der TV-Publikums auf eine gute Basis für die Zukunft zu stellen. (sda)


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