11.01.2019

Heidi Gmür

«Der Abschied erfolgt nicht ganz schmerzfrei»

Die Leiterin des NZZ-Bundeshausteams wird persönliche Mitarbeiterin von Justizministerin Karin Keller-Sutter. Mit dieser Ernennung kehrt die 44-Jährige dem Journalismus den Rücken. Man lebe nur einmal, sagt sie.
Heidi Gmür: «Der Abschied erfolgt nicht ganz schmerzfrei»
Tritt ihre Stelle als persönliche Mitarbeiterin von Bundesrätin Karin Keller-Sutter am 1. Februar an: Heidi Gmür. (Bild: NZZ)
von Christian Beck

Frau Gmür, die News über Ihre Ernennung hat auf Social Media für viele Reaktionen gesorgt. Hätten Sie dies so erwartet?
Nein. Ich bin gerührt und bedanke mich bei allen sehr herzlich.

Wie kam es zur Ernennung zur persönlichen Mitarbeiterin von Karin Keller-Sutter? Wie gut kannten Sie einander?
Als Politjournalistin kenne ich Frau Keller-Sutter natürlich seit vielen Jahren. Wir hatten aber nur punktuell miteinander zu tun.

Was reizt Sie an dieser neuen Aufgabe?
Neue Einsichten und neue Erkenntnisse einerseits, das Einbringen meines Wissens, meines Verstands andererseits. Und ich freue mich sehr, in dieser spezifischen Funktion für Bundesrätin Keller-Sutter zu arbeiten. Eine Liberale, deren direkte, professionelle und aufgestellte Art ich sehr schätze, ebenso wie ihre ernsthafte und konstruktive Art des Politisierens.

«Kein anderer Grund als die Attraktion der neuen Stelle»

Erst seit 2016 leiten Sie das Bundeshausbüro der NZZ. Warum wollen Sie dieses bereits wieder verlassen?
Dafür gibt es keinen anderen Grund als die Attraktion der neuen Stelle. Der Abschied aus dem Journalismus erfolgt auch nicht ganz schmerzfrei. Ich verlasse wunderbare Kolleginnen und Kollegen in Bern und Zürich, die beste Zeitung der Schweiz und nach über 20 Jahren den Journalismus. Aber ich habe mindestens noch 20 Jahre Berufsleben vor mir. Und man lebt nur einmal.

Man hört widersprüchliche Aussagen zur Stimmung bei der NZZ. Wie nehmen Sie das Klima wahr?
Ich nehme es so wahr, als dass ich gerne noch lange für die NZZ gearbeitet hätte, wenn sich diese neue Chance jetzt und in dieser Konstellation nicht geboten hätte.

2016 mussten Sie den Ständeratssaal wegen einer unpassenden Robe verlassen (persoenlich.com berichtete). Kommt diese weiterhin zum Einsatz?
Interessiert Sie das wirklich?



Das Interview wurde schriftlich geführt.



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Kommentare

  • Ravena Frommelt, 12.01.2019 12:28 Uhr
    Eine sehr intelligente Frau, der ich viel Erfolg im neuen Job wünsche.

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