13. Dezember 1999 Der norwegische Konzern Schibsted lanciert eine Schweizer Ausgabe von "20 Minuten" mit einer Erstauflage von 150'000 Exemplaren. Sacha Wigdorovits, damals Delegierter des Verwaltungsrats von Schibsted, wurde im Vorfeld mit der Aufgabe betraut, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Er setzte Rolf Bollmann als Verlagsleiter ein. Dieser sagt rückblickend: "Der Start verlief sehr harzig. Wir hatten null Akzeptanz im Markt."
Im Februar 2000 erscheint die Schweizer Ausgabe der Pendlerzeitung "Metropol". Sie ist ein Ableger des schwedischen Medienkonzerns Modern Times Group (MTG).
Im Verlauf der nächsten Monate platziert Bollmann seine Kolporteure illegalerweise vor den "Metropol"-Boxen auf SBB-Gelände. "Den Norwegern von Schibsted wars egal, mit welchen Tricks ich den Marktanteil von "20 Minuten" erhöhte", sagte er später.
2. Oktober 2000 "20 Minuten" versorgt mit einer Totalauflage von 275'000 Exemplaren nun das goldenen Dreiecks Zürich-Bern-Basel.
Oktober 2001 Die offiziellen WEMF-Zahlen belegen laut Bollmann nun, dass die Leserschaft gebildeter und kaufkräftiger ist, als die Konkurrenz behauptet.
2002 folgt das Aus für die Pendlerzeitung "Metropol".
24. Januar 2005 Tamedia übernimmt von Schibsted den Rest der "20 Minuten"-Aktien.
2005 Der Aktionsradius wird erweitert, die Auflage erhöht: Zu Zürich, Bern und Basel kommt neu auch Luzern hinzu.
8. März 2006 Die Pendlerzeitung entert die Westschweiz: "20 Minutes" lanciert Regionalausgaben in Genf und Lausanne.
Frühjahr 2006 "20 Minuten" erscheint nun auch in St. Gallen.
15. Mai 2006 Ringier lanciert die Abendzeitung "heute".
Mitte 2006 knackt "20 Minuten" die Millionengrenze: Die neue Reichweite beträgt 24,8 Prozent. 1'039'000 Millionen Menschen, und damit jeder vierte Deutschschweizer, liest täglich die Pendlerzeitung. "Dass 20 Minuten ein solcher Erfolg wird, überstieg meine Fantasie", sagte Bollmann vor zwei Jahren gegenüber "persönlich". "Der Erfolg von 20 Minuten ist vor allem der damaligen Arroganz der grossen Verlagshäuser wie Ringier, Tamedia und NZZ zuzuschreiben, die der Zeitung keine Überlebenschance gaben und mit deren baldigen Einstellung rechneten. Wäre Martin Kall bereits im Jahr 1999 an der Spitze der Tamedia gestanden, wäre 20 Minuten wie in Deutschland wieder vom Markt verschwunden."
Ende 2007 lancieren die drei Tageszeitungen "Basler Zeitung", "Berner Zeitung" und "Tages-Anzeiger" gemeinsam die Pendlerzeitung "News".
2. Juni 2008 Ringier tauft sein Abendblatt um: "heute" heisst ab sofort "Blick am Abend" und kommt neu im brombeerfarbenen Look daher.
4. Mai 2009 Die Konkurrenz, die laut Tamedia nie eine war, bricht weg: ".ch" wird nach 20 Monaten eingestellt. 69 Mitarbeiter erhalten die Kündigung. Zuletzt hatte das Blatt täglich 400'000 Leser.
3. September 2009: Tamedia präsentiert seine Halbjahreszahlen und kündigt an, dass die Pendlerzeitung News von nun an nur noch im Grossraum Zürich erscheinen werde. Dies nachdem die "Basler Zeitung" ihren Vertrag mit Tamedia aufgekündigt hatte. Die Zukunft des Blattes steht in der Schwebe.
30. November 2009: "20 Minuten" feiert seinen 10. Geburtstag. Insgesamt wird die Pendlerzeitung nun täglich von 1,9 Millionen Schweizerinnen und Schweizern gelesen.

