Nachdem Ringier Axel Springer Schweiz am Montag die Einstellung des Wochenmagazins «L'Hebdo» verkündet hat (persoenlich.com berichtete), ist die Bestürzung in der Romandie gross. Die Waadtländer Regierung sowie die grossen Gewerkschaften sorgen sich um die dortige Medienvielfalt (persoenlich.com berichtete).
Weniger dramatisch sieht der Publizist Peter Rothenbühler die Situation. Rothenbühler war lange bei Ringier tätig und arbeitete als stellvertretender publizistischer Direktor von Tamedia in der Westschweiz. «Einerseits ist es ein Verlust, wenn eine Zeitung mit grosser Tradition eingeht», sagt er gegenüber der Radiosendung «Echo der Zeit». «Wenn man die Zeitungslandschaft in der Romandie anschaut, sieht man, dass es recht viele gut gemachte Titel – auch Tageszeitungen – hat. Der Zeitungsmarkt ist noch nicht tot», fügt er an.
Für den Publizist ist «L'Hebdo» schon lange nicht mehr das Kultmagazin, wie man es aus den 80er und 90er Jahren kennt. «Das beste Zeichen sei, wenn man im Kaffee gefragt werde: Hast du gelesen?», erklärt er. Diese Frage habe er seit Jahren nicht mehr gehört. (wid)
Lesen Sie auch dazu den Blog-Beitrag von «persönlich»-Verleger Matthias Ackeret.

