Die Werbewirtschaft hat ihre Liebe zu Star-Magazinen entdeckt. Während noch vor wenigen Jahren vor allem Unternehmen aus der Kosmetikbranche an der vornehmlich weiblichen Leserschaft interessiert waren, suchen nun auch immer mehr Marken aus der Unterhaltungselektronik, Automobilhersteller und die Pharmaindustrie die Gesellschaft der Prominenten und Stars. Für US-Magazine wie Star, US Weekly, People, In Touch und das britische OK!-Magazin bedeutet dies wachsende Werbeeinnahmen, berichtet die New York Times (NYT). Diesen Trend bestätigt der Medienwissenschaftler Thomas Schierl im Gespräch mit pressetext auch für Deutschland.
"Die Leute lesen diese Magazine typischerweise von vorne bis hinten durch und das ist immer gut für Werber", so Bill Koenigsberg, Chef der New Yorker Agentur Horizon Media zur NYT. Besonders heftig flirten Autohersteller und Unterhaltungselektronik mit den Lesern der immer beliebteren Star-Magazine. "Noch vor fünf Jahren versicherten sie mir, wie sehr sie weibliche Konsumenten schätzen, aber dass sie diese Gruppe eher nicht bewerben", so Vicci Lasdon Rose von US Weekly. Das hat sich inzwischen geändert.
Den Grund dafür sieht Schierl, Leiter des Kölner Instituts für Sportpublizistik, in einer Qualitätssteigerung der Star- und Glamour-Magazine. Früher seien Magazine wie "Bild der Frau" im Bereich der "Yellow Press" angesiedelt gewesen, ein für die Werbewirtschaft wenig attraktives Umfeld. Heute sei eine deutliche Qualitätssteigerung in diesem Bereich zu erkennen. (pte)

