29.09.2005

Christof Nietlisbach

"Die Schweizer Presse steht unter Druck"

Verleger erteilt Übernahmegelüsten Absage.

Christof Nietlisbach, Verleger der Wohler Zeitung und des Bremgarter Bezirk-Anzeigers wurde vor wenigen Tagen ins Präsidium des Verbandes Schweizer Presse gewählt. In der Wohler Zeitung vom Freitag spricht er über seine neuen Aufgaben und die Zukunft der Regionalzeitungen.

Nietlisbach ist davon überzeugt, dass seine Stimme im Präsidium des Verbandes Schweizer Presse gehört wird, auch wenn er nur ein "kleiner" Verleger ist. Es gehe im Präsidium nicht um Stärke- oder Grössenverhältnisse, sondern darum, dass auch die Anliegen der kleinen und mittleren Verlage gehört werden. "Schliesslich handelt es sich beim Verband Schweizer Presse nicht um den Verband der zehn Grössten", so Nietlisbach.

Nietlisbach sieht die Schweizer Presse unter einem gewissen Druck stehen. Ein Teil der Einnahmen sei eingebrochen, weil Inserate heute an anderen Orten geschaltet werden. Auch die Konjunktur sei nicht beständig. Zudem gebe es einen gewissen Leserschwund.

Auf den Konzentrationsprozess in der Presselandschaft angesprochen, gibt sich Nietlisbach überzeugt davon, dass seine Zeitung von anderen gerne übernommen würde, da sie gut gemacht und rentabel sei. "Aber selbstverständlich wollen wir das nicht. Wir sind selbsständig, haben Freude daran und wollen weiterhin selbstständig bleiben."


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