09.01.2019

Start ins 2019

Diese Probleme beschäftigen die Verlage

Sparmassnahmen, Investitionen in Bewegtbild, Neukunden gewinnen: Den Verlegern steht ein anspruchsvolles Jahr bevor. Das zeigt die persoenlich.com-Videoumfrage an der Dreikönigstagung. Eine wichtige Bemerkung zur Login-Allianz macht dabei Yves Maeder von Google.


Verlegerpräsident Pietro Supino hat an seiner Neujahrsrede an der Dreikönigstagung positive und motivierende Töne angeschlagen. Die Verleger hätten im letzten Jahr konsequent in die Weiterentwicklung und Digitalisierung des savoir faire investiert (persoenlich.com berichtete).

Welches aber werden die Herausforderungen im noch jungen Jahr 2019 sein? Dies wollte persoenlich.com von den Teilnehmern der Verlegertagung wissen.

«Eine der grossen Herausforderungen ist, Kundenwachstum zu generieren. Der Werbemarkt wird in absehbarer Zeit wegbrechen. Entsprechend müssen wir neue Umsatzquellen erschliessen», sagte Felix Graf, CEO der NZZ-Mediengruppe. Dabei würde an unterschiedlichen Hebeln angesetzt. Beispiele nennt Graf im Videointerview:


Etwas pessimistischer äusserte sich Axel Wüstmann, CEO von CH Media. 2019 werde sich nicht stark von 2018 unterscheiden. «Die Suche nach den Lösungen in der digitalen Welt für den Journalismus wird die gleiche bleiben», so Wüstmann. Die systematische Lösung, wie für Journalismus bezahlt werde, sei noch von niemandem gefunden worden, sagte er zu persoenlich.com:


Ähnlich sieht dies Marcel Kohler, Chef der Pendlermedien bei Tamedia. 2019 gebe es keine neuen Herausforderungen – diese seien unverändert. «Im Vordergrund steht dabei, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass im Print und Online jeden Tag ein gutes Produkt veröffentlicht werden kann.» Bei der Kommerzialisierung gelte es, die Wachstumsfelder voranzutreiben. Die sieht Kohler insbesondere im Content Marketing und im Videobereich. Die gute Botschaft verkündet er im Videointerview: «Wir sehen, dass es wächst.»


Viele Verleger hätten mit Problemen zu kämpfen – «die sind aber im schneelosen Zürich-Mittelland zu Hause und nicht in den Bergen. In den Bergen läuft es einfach anders», sagte der ehemalige Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument. Bei Somedia laufe es gut:


Yves Maeder von Google wünscht sich von den Verlegern mehr Innovation. Dabei dürfe durchaus auch verlagsübergreifend gedacht werden. «Wenn ich als Nutzer sage, dass ich mich für das Thema X interessiere, sollte ich von jedem Schweizer Verlag Inhalte kriegen – dafür wäre ich bereit, etwas zu bezahlen.»


Verlagsübergreifend geplant ist bereits eine Login-Allianz. Hier aber mahnt Maeder: «Das ist dann interessant, wenn die Verlage für die Nutzer einen Mehrwert generieren können.» Er hoffe, dass sich die Verantwortlichen darüber Gedanken machen würden, wo der Wert für die Nutzer liegen könnte.



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