01.07.2005

Medientrend 2005

Digitale Konvergenz

MedienRat-Institut über Krisenstrategien der Verlage.

Mit unterschiedlichen Strategien versuchen Deutschlands Medienhäuser der anhaltenden Krise und Konsumstagnation Herr zu werden. In einer Trendanalyse der Geschäftsmodelle führender Konzerne kommt MedienRat zu dem Ergebnis, dass wieder mit etwas mehr Mut neue Konzepte erstellt und auch umgesetzt werden. Allerdings fehlt noch in nötiger Konsequenz der Gedanke an die Qualität neuer Produkte und Geschäftsideen.

“Mobile content“ bleibt ohne Zweifel einer der meistgebrauchten Begriffe in der Diskussion um Wege aus der Medienkrise. “Damit bestätigt sich grundsätzlich unsere Prognose aus dem Mediatrend 2005“, so MedienRat-Direktor Ansgar Mayer. Gleichzeitig ist allerdings weder eine einheitliche Linie noch ein nachhaltiger wirtschaftlicher Effekt zu erkennen. “Wir müssen es zunächst einmal als positiv werten, dass überhaupt wieder versucht und investiert wird“, so Mayer. Beachtlich sei hierbei auch eine Einschätzung der Unternehmensberatung “Booz Allen Hamilton“, wonach vor allem die Verlage von “Mobile content“ – Angeboten profitieren könnten, “die sich über Qualität definieren“.

Gleichzeitig nehmen im Zuge der “digitalen Konvergenz“ die Abgrenzungen zwischen den Mediengattungen ab. “Wenn Radiosender ausschliesslich über Handy ausgestrahlt werden oder RTL über eine Tageszeitung nachdenkt, wird deutlich, dass der Crossmedia-Gedanke erst allmählich in vollem Umfang greift“, sagte MedienRat-Gründer Ansgar Mayer.

Beim “Mediatrend 2005“ des MedienRat-Instituts erwarteten die befrageten Experten am ehesten bei Internet und Mehrwertdiensten eine positive Entwicklung im Jahresverlauf. Dieser Trend scheint sich derzeit auf niedrigem Niveau zu bestätigen. Auch eine aktuelle Untersuchung von “Zenith Optimedia“ belegt, dass Mobiles Internet, E-Mail und PC/Internet in den nächsten Jahren die grössten Reichweiten-Gewinner sein werden.

Bei Radio und Fernsehen kommt demnach ein starker Trend zur Interaktivität hinzu, wie “Media Logics“ prognostiziert haben.


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