13.12.2003

Prognos

Digitalisierung als Chance für Medienbranche

"Schleichenden Strukturwandel" prognostiziert.

Für das Basler Beratungs- und Forschungsinstitut Prognos liegt die Zukunft der Medien- und Kommunikationsbranche in der digitalen Welt. Die zweite Welle der New Economy könne sich tragfähiger erweisen als die erste, teilte das Institut am Samstag mit.

Es stelle sich die Frage, welche Nebengeschäfte den Verlust in den klassischen Werbemärkten kompensieren könnten. Dabei habe die Telekom-Industrie die Bedeutung der Digitalisierung als Innovationsmotor weitaus klarer erkannt als die Medienwirtschaft. Die Medienunternehmen setzten die Digitalisierung nur zu Beginn der Wertschöpfungskette (Studio, Redaktionssysteme) ein, um die Effizienz zu steigern. Die Verbreitung erfolge dann weiterhin analog.

Strukturwandel

Die Phase bis 2007 werde durch einen "schleichenden Strukturwandel" geprägt sein. Jene Medienunternehmen würden Wachstum realisieren, welche auf die Digitalisierung der Inhalte setzten und diese der Öffentlichkeit ohne Bruch anbieten würden, glaubt Prognos. Der Gesamtmarkt für Medien und Kommunikation bei den privaten Haushalten sei in der Schweiz zwischen 1997 und 2002 um 1.6 Prozent gewachsen. In den nächsten fünf Jahren werde das Wachstum aus den 90er-Jahren linear fortgesetzt. In den Nachbarländern Deutschland und Österreich sei das Wachstum stärker.


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