Am Dienstag hat die Mittelland Zeitung (MZ) Radiodirektor Walter Rüegg Führungs- und Entscheidungsunfähigkeit vorgeworfen ("persoenlich.com" berichtete). In der aktuellen Ausgabe des Blatts nimmt Rüegg nun in einem Interview Stellung zur Kritik.
Der Vorwurf der Führungsschwäche kommt nicht zur Sprache. Doch Rüegg erklärt, weshalb es zum Streit kam, der zum Abgang von DRS 3 Programmleiter Bendicht Luginbühl führte. Die Abgrenzung der Sender DRS 1 und DRS 3 sei der Grund des Streits. Luginbühl habe geglaubt, DRS 3 hätte wegen der Überschneidungen mit DRS 1 Marktanteile verloren. Eine gründliche Studie habe jedoch gezeigt, dass dem nicht so sei, so Rüegg in der MZ. Der Umgang mit der Abgrenzung sei nicht einfach, jedoch existiere deshalb noch lange kein Strategieproblem. Rüegg sieht auch keinen Handlungsbedarf. Die Überschneidungen, die vorhanden sind, seien richtig so.
Zu der heiklen Frage der Gelderverteilung sagt Rüegg: "DRS 1 ist sehr informationslastig und trägt deshalb sehr hohe Kosten. DRS 3 hat weniger Mittel, weil der Musikanteil grösser, der Informationsteil kleiner ist und trägt deshalb weniger Kosten."

