Für Hedy Graber, Direktorin für Kultur und Soziales beim Migros-Kulturprozent, steht ausser Frage, dass die Förderstellen künftig über die Unterstützung von hochwertigem Journalismus diskutieren müssen. Diese Debatte stehe an, zeigt sie sich überzeugt. Das "Kulturgut Journalismus" sei wegen der schwierigen Lage vieler Medienunternehmen bedroht, erklärt Graber. "Wie kann man sicher stellen, dass Diskussionen von gesamtgesellschaftlichem Interesse in der Schweiz noch geführt werden?", fragt sie.
Graber betont, dass vor einer direkten Förderung journalistischer Arbeit durch Stiftungen mehrere Fragen geklärt werden müssten. Noch sei offen, mit welchen Mechanismen Unterstützung erfolgen könne, ohne dass der Verdacht aufkomme, dass Förderstellen PR betrieben. In Europa sei man diesbezüglich sensibler als etwa in den USA.

