02.06.2021

UKW-Abschaltung

Doris Leuthard steht hinter Schawinski

Die ehemalige Medienministerin rät dem Bundesrat, den Einstellungsentscheid hinauszuschieben.
UKW-Abschaltung: Doris Leuthard steht hinter Schawinski
«Es lohnt sich nicht, wenn die Schweiz einen Alleingang macht», so alt Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Unerwartete Unterstützung für Roger Schawinski und seinen Kampf gegen die UKW-Abschaltung: Doris Leuthard, ehemalige Medienministerin, rät zu einem Marschhalt.

Leuthard war damals als Uvek-Vorsteherin für den Einstellungsentscheid verantwortlich. «Man ist seinerzeit davon ausgegangen, dass UKW ein Auslaufmodell ist», zitiert die NZZ aus einem Interview, das am Donnerstag auf Radio 1 ausgestrahlt wird. Nun zeige sich aber, dass noch zu wenig Fahrzeuge in der Schweiz mit DAB+ oder Internetradio ausgerüstet seien.

Leuthard würde es befürworten, wenn der Bundesrat seinen Einstellungsentscheid hinausschieben und UKW laufen lassen würde. Schawinskis Petition «Rettet UKW» könnte den nötigen Anstoss dafür geben, so die ehemalige Magistratin. Über 47'000 Personen haben das Anliegen mittlerweile unterzeichnet.

Wie Leuthard weiter sagt, habe sie nicht persönlich mit Medienministerin Simonetta Sommaruga über die UKW-Abschaltung gesprochen. (cbe)



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Kommentare

  • Rolf Bühlmann, 03.06.2021 21:45 Uhr
    Das 2. Radioprogramm SRF 2 strahlt des öfteren Klassische Musik von Beethoven bis Johan Strauss. Diese fehlen mir im DAB fast völlig. Nur etwas im Wunschkonzert. Im übrigen gebe ich für die Musikvielfalt UKW auszuschalten mein Entsetzen zum Ausdruck.
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