21.02.2019

Diva

«Eine Redaktion in der Schweiz ist ein essentieller Baustein»

Das österreichische Magazin «Diva» erscheint seit dieser Woche in der Schweiz. Die Redaktion in Zürich übernimmt Astrid von Stockar. Chefredaktorin Melanie Gleinser-Moritzer sagt, wieviel Schweiz im Heft steckt und wie sie sich im kriselnden Markt behaupten will.
Diva: «Eine Redaktion in der Schweiz ist ein essentieller Baustein»
Chefredaktorin von «Diva»: Chefredaktorin Melanie Gleinser-Moritzer. (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Frau Gleinser-Moritzer, Ihre Zeitschrift «Diva» ist seit dieser Woche in der Schweiz erhältlich. Warum sollen die Schweizer Ihr Magazin kaufen?
Die «Diva» ist das einzige Modemagazin im deutschsprachigen Raum, das das Thema Mode und Luxus so vielseitig bespielt. Reportagen, Designerporträts, Glossen und Kolumnen gehen mit liebevoll kuratierten Splitterseiten zum Thema Beauty, Reisen und Schmuck einher. Das Magazin steht seit 30 Jahren für eine unabhängige, stilsichere Frau, dementsprechend ist unser Erfolgskonzept eine sehr klare Ausrichtung und stringente Erzählstruktur. Dieses Konzept legen wir nun auf die Schweiz um, mit einer Redaktion, die in Zürich beheimatet ist und ähnlich wie wir in Wien national verhaftet, aber international agierend ist. Die Schweiz bietet eine Fülle an spannenden Geschichten, tollen Designern und wundervollen Orten – man muss sie nur wissen zu erzählen.
 
Wieviel Schweiz bieten Sie an?
Mir ist es wichtig, ein authentisches Produkt zu produzieren, deshalb werden die Inhalte ganz natürlich angepasst. Auch in der Österreich-Ausgabe wird es nun immer mehr Schweiz-Inhalte geben, die die Kollegen in Wien bereits einbringen. So haben wir bereits aktuell in der ersten Ausgabe länderübergreifend mit der Schweizer Künstlerin Monique Baumann zusammengearbeitet und eine aussergewöhnliche Modestrecke realisiert. Massgeschneiderte Inhalte aus der Zürcher Redaktion machen circa 25 Prozent aus.

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Haben Sie eine eigene Redaktion in der Schweiz?

Eine eigene Redaktion in der Schweiz war für mich ein essentieller Baustein, um die Idee in die Tat umzusetzen. Ich habe gezielt nicht klassische Modejournalisten gesucht, sondern Frauen, die auch mal über den Tellerrand blicken können und echte Generalisten sind. Umso mehr freut es mich, dass Astrid von Stockar, die man hier ja unter anderem aus dem Fernsehen kennt, die Redaktion übernommen hat.

Nun hat vor einigen Tagen «Annabelle» einen grossen Stellenabbau kommuniziert. Was gibt Ihnen die Zuversicht, dass für «Diva» ein Markt vorhanden ist?
Es ist immer schwierig Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Jeder Stellenabbau ist schmerzlich, zumal die «Annabelle» ein tolles Magazin ist, aber ich kenne die verlagsinternen Strukturen nicht. Für mich kann ich nur sagen: Wir haben ein bestmöglich aufgestelltes Team, das seit Jahren die «Diva» erfolgreich führt. Auch in Österreich leidet die Medienbranche, aber durch unsere kurzen Wege, flachen Hierarchien und kurze Produktionsperioden können wir flink agieren und vor allem reagieren – ein Umstand, der bei den Eruptionen in der Medienbranche vital ist.

«Ich bringe Zeit und gutes Rüstzeug mit»

«Diva» ist in Österreich ein gut eingeführtes Produkt. Wodurch unterscheidet sich die Schweizer Ausgabe von der österreichischen?
Der Look and Feel bleibt der gleiche. Die Schweiz-Ausgabe ist etwas schlanker und wie bereits erwähnt, die Inhalte etwas anderes. Aktuell stehen wir am Anfang einer spannenden Reise, deshalb sag ich mal so: Ich bringe Zeit und gutes Rüstzeug mit.
 
Welche Ziele haben Sie sich bis Ende Jahr gesetzt?
Eine klare Identität und eine gewachsene Leserschaft. Natürlich muss sich das Produkt auch tragen.

Wie war die Resonanz im Anzeigenmarkt auf die erste «Diva»-Ausgabe?
Sehr positiv! Ein Umstand, der uns natürlich sehr freut, uns Zuspruch gibt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und uns motiviert.

Ihr Mann hat viele Jahre in Zürich und St. Moritz gelebt. Was haben Sie von ihm über die Schweiz gelernt?
Eines vor allem: Man sollte nicht die Unterschiede suchen, sondern die Gemeinsamkeiten. Und wir Österreicher und Schweizer sind schon sehr liebenswerte Bergvölker, deren Herzen oft für die gleichen Dinge ausschlagen. Wir sollten uns viel öfter zusammentun!



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Kommentare

  • Helena Blatter, 31.03.2019 16:48 Uhr
    Kann ich diese Magazin bestellen nach Kloten?
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