21.11.2005

Springer

Einlenkung im Kartellstreit

Verkauf von einigen Geschäften möglich.

Springer plant im Kartellrechtsverfahren um die Übernahme der ProSiebenSat.1-Gruppe Zugeständnisse. Laut Financial Times Deutschland (FTD) soll Springer der Bundeskartellbehörde anbieten, einige Geschäfte zu verkaufen. Betroffen sein könnte die Beteiligung an dem Tiefdruckunternehmen Prinovis und an Radiosendern. Wenn die Behörde die Fusion trotz dieser Zugeständnisse verhindern will, sei es möglich, dass sich Springer auch von Programmzeitschriften trennt.

Springer wurde am Freitag vergangener Woche von der Kartellbehörde informiert, dass die Voraussetzungen erfüllt seien, um die Übernahme zu verhindern. Bis achten Dezember hat Springer nun Zeit für eine Stellungnahme. In der Regel werden nach Zwischenberichten der Behörde Zugeständnisse gemacht. Wenn die Fusion dennoch untersagt wird, soll Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner laut FTD auf eine Sondererlaubnis des designierten Wirtschaftsministers Michael Glos hoffen.


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