Die Westschweizer Verlagsgruppe Edipresse hat im ersten Halbjahr 2003 den Umsatz zum Vorjahr um 12.7 Prozent auf 395.37 Mio. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA legte gleichzeitig um 10.3 Prozent auf 47.6 Mio. Fr. zu. Das Nettoergebnis der Gruppe stieg um 2.6 Prozent auf 20.15 Mio. Franken, wie der Konzern am Dienstag bekannt gab. Nach Akquisitionskosten bleibt mit 8.5 Mio. Fr. 20 Prozent weniger Reingewinn.
Die Zunahme des Umsatzes gehe im wesentlichen auf die Übernahme der Druckereigruppe Corbaz zurück, hiess es in der Medienmitteilung. Diese Übernahme mit den Tageszeitungen La Presse Riviera und La Presse Nord Vaudois werde weitere Synergien bringen, kündigte Edipresse an. Man erwarte eine gesteigerte Ertragskraft. Bereinigt ging der Umsatz um 1.5 Prozent zurück. Der Verkauf legte 2.9 Prozent zu, die Werbeeinnahmen dagegen sanken um 2.4 Prozent und die Einnahmen aus den Druckereien um 7 Prozent.
Damit litt Edipresse weit weniger als andere Verlage unter dem Einbruch der Inserate. Namentlich Le Matin steigerte den Umfang um 10 Prozent. So sanken die Inserateeinnahmen lediglich um 2.4 Prozent. Der Publicitas-Index weist dagegen ein Minus von 14 Prozent aus. Im weiteren trug das Sparprogramm bei Edipresse Früchte: Die Betriebskosten nahmen ab. Die Personalkosten wurden um 2.9 Prozent gesenkt, jene für Papier um 10.1 Prozent.

