26.01.2012

"BaA"

Erstmals in drei Jahren nicht erschienen

Redaktion entschuldigt sich per Flyer.

Der rund dreistündige Stromausfall im Zürcher Seefeld legte nicht nur den Verkehr lahm, sondern stellte auch die Redaktionen vor Probleme. Die Redaktoren von NZZ Online mussten auf Laptops mit Akkubetrieb an ihren Texten weiterschreiben - teilweise von zuhause aus - und auf der Frequenz von Radio 1 hörte man lediglich ein Rauschen.

Besonders hart traf der Stromausfall jedoch die Gratiszeitung "Blick am Abend". Die Ausgabe vom Donnerstag, 26.1.2012 konnte nicht erscheinen. "Wir kommen wegen Blackout definitiv nicht raus. Sorry, liebe Leser", twitterte die Redaktion am Donnerstag kurz nach 12 Uhr. Diese Mitteilung wurde später von Ringier bestätigt.

"Ein Szenario, das noch nie in unserer dreijährigen Geschichte eingetroffen ist", erklärt Chefredaktor Peter Röthlisberger gegenüber persoenlich.com. Wie er ausführt, war es aufgrund des Abschlusstermins um 13.30 Uhr nicht möglich, die Texte rechtzeitig in Druck zu geben: "Bei drei Stunden ohne Strom ging uns zu viel Arbeitszeit verloren." Natürlich habe man Alternativszenarien in Betracht gezogen. Die Verantwortlichen hätten überlegt, ob man in Zofingen oder in den Räumlichkeiten von Ringier-TV in Oerlikon weiterarbeiten solle. "Doch es hätte zu lange gedauert, bis das gesamte Redaktionssystem wieder hätte heraufgefahren werden können", so Röthlisberger.

Am Donnerstagabend steuerten also rund 635‘000 Pendler vergebens zu den Brombeer farbenen Boxen. Dort fanden sie nicht wie gewohnt die beliebte Feierabendlektüre, sondern einen an der Box angeklebten Flyer (vgl. Bilder oben), mit dem sich die Redaktion für den Ausfall entschuldigte.

Offenbar nahm die "BaA"-Redaktion den Stromausfall mit Humor. Jedenfalls blieb den Redaktoren trotzdem noch genügend Energie, um kurzerhand eine Spezial-Ausgabe mit nur einer einzigen Seite zu kreieren (vgl. Frontseite oben) - zur Erinnerung an den denkwürdigen Donnerstag ohne "BaA". (eh)