27.01.2005

Schweizer Presse

Erwägung von Mitgliedschaft der SRG

NZZ findet "neue Bindungslust" erstaunlich.

Die SRG könnte bald Mitglied beim Verband Schweizer Presse werden. Dies wird zurzeit in der Chefetage erwogen, wie die NZZ berichtet. Die Aufnahme als Vollmitglied sei eher unwahrscheinlich, da sich die SRG als solches vor allem im Pressesektor betätigen müsste. Man denke aber an eine assoziierte Mitgliedschaft, den SRG und Presse hätten als Medienbetriebe gemeinsame Interessen.

Die NZZ findet "die neue Bindungslust" eher erstaunlich. Blicke man die vergangenen Jahre rückwärts, so hätten die Pressehäuser aus weltanschaulichen und medienpolitischen Gründen regelmässig harte Worte an die Adresse der SRG gerichtet. Die Interessenlage sei nun aber komplizierter geworden, seitdem sich viele Verlagshäuser multimedial betätigen würden.

So mutmasst die NZZ, dass die "Bindungsfreudigen" ihre Grundsatzreden zum freien Markt nur noch auf Festanlässe beschränken werden. Die Konflikte könne man dann verbandsintern aushandeln. Diese "Bindungsfreudigen" würden sich bereits im selben Boot mit der SRG wähnen, da ihre Presse-Lobbyisten das Parlament zu überzeugen vermocht hätten, dass auch ihre Lokalfernsehen Gebührengelder erhalten sollen.


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