25.07.2003

Espace Media Groupe steigt beim Bund ein

Die Zukunft der Berner Traditionszeitung Bund soll durch Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Berner Zeitung (BZ) gesichert werden. Die NZZ-Gruppe und die Espace Media Groupe haben sich auf ein sogenanntes "Berner Modell" für die zukünftige Herausgabe der Zeitung geeinigt. Geplant sind zwei völlig voneinander unabhängige Redaktionen, die zwei verschiedene Zeitungen herausgeben -- den Bund und die Berner Zeitung. Der Werbemarkt soll gemeinsam beackert werden. Der Bund wird künftig mit der Infrastruktur der Espace Media Groupe hergestellt und vertrieben. Das Modell wird per Anfang 2004 umgesetzt. Auf diesen Zeitpunkt hin werden 25 Stellen abgebaut.
Espace Media Groupe steigt beim Bund ein

Bis Mitte 2005 wird der Produktionsbetrieb des Bund in Bümpliz noch aufrecht erhalten. Danach wird die BZ auch für Produktion und Vertrieb des Bund zuständig. Der Bund wird ab dann im neu entstehenden Druckzentrum der Espace Media Group gedruckt.

Die Espace Media Gruppe übernimmt von der NZZ Gruppe zur "nachhaltigen Absicherung" des Berner Modells 40 Prozent des Aktienkapitals der Bund Verlags AG. Danach halten beide je 40 Prozent und Publigroupe wie bisher die restlichen 20 Prozent.

Die NZZ musste einen Weg finden, um die Verluste zu reduzieren, die ihr der Bund eintrug (2002: 8 Mio. Franken), wie Beat Lauber, Leiter Regionalzeitungen, sagte. Doch die NZZ glaube unverändert an die Bedeutung des Bund und freue sich, dass er erhalten bleibe. Diese Lösung bedarf aber noch der Zustimmung der Weko.

Präsident geht


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