10.01.2018

No Billag

Evangelische Kirche lehnt Vorlage ab

Im Falle einer Annahme würden die Stimmen der Minderheiten und Schwachen aus der Öffentlichkeit verschwinden, so der SEK.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) lehnt die No-Billag-Initiative ab, über die am 4. März abgestimmt wird. Würden Radio und Fernsehen den Marktkräften überlassen, verschwänden die Stimmen der Minderheiten und der Schwachen aus der Öffentlichkeit.

Der Kirchenbund setze sich für ein Medienangebot ein, das die Vielfalt aller Meinungen und Sprachregionen und der Schwachen berücksichtige, teilte der SEK am Mittwoch mit. Nur so könnten sich die Schweizerinnen und Schweizer ein Gesamtbild ihres Landes machen.

Davon lebe die Demokratie und deswegen seien die öffentlich-rechtlichen Sender eingerichtet worden. Auch die Kirche verlöre bei Annahme der Initiative «eine wichtige Kanzel», wird SEK-Präsident Gottfried Locher in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. (sda/wid)


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