Dicke Post vom Steueramt für ehemalige Mitarbeiter von Roger Schawinski. Das kantonale Steueramt Zürich hat gegen diverse Ex-Belcom-Leute ein Nachsteuer- und Bussenverfahren eröffnet, wie die SonntagsZeitung schreibt. Der Tatverdacht der Steuerfahnder: "Steuerhinterziehung durch Nichtdeklaration einer als Schenkung bezeichneten Lohnzahlung von Roger Schawinski". Laut Angaben Betroffener seien rund 60 Personen im Kanton Zürich involviert, die ersten seien im vergangenen Juli vom Steueramt informiert worden.
Auslöser der Untersuchung ist ein Geschenk von Schawi. Dieser hatte Ende August 2001 seine Belcom-Gruppe an die Tamedia verkauft. Am Millionenerlös, so beschloss der Medienpionier, sollten alle rund 200 Mitarbeiter teilhaben. Pro geleistetes Arbeitsjahr erhielt jeder 4000 Franken in Form eines Checks. Langjährige Mitarbeiter erhielten so gemäss SoZ Beträge von über 50'000 Franken.
Das Problem: Vielen der Beschenkten war nicht bewusst, dass das Geschenkt den Steuerbeamten als Lohnkomponente anzugeben gewesen wäre, da der Betrag nicht auf dem Lohnausweis der Belcom-Gruppe ausgewiesen wurde, weil es sich um ein Geschenk von Schawinski persönlich gehandelt habe, wie die SoZ weiter schreibt. Neben der Nachsteuer habe das Steueramt deshalb auch eine Busse in Rechnung gestellt. Der höchste bislang bekannte Steuerbetrag inklusive Busse, den ein ehemaliger Tele-24-Mitarbeiter abliefern müsse, betrage 16'000 Franken.

