Radio 105 zeigt sich äusserst erstaunt über die Abbaupläne bei Virus ("persoenlich.com" berichtete) und stellt die Existenzberechtigung des DRS-Jugendsenders in Frage. Nicht nur der massive Stellenabbau mache hellhörig. Vor allem die Tatsache, dass die Informationsleistungen dadurch stark zurückgefahren würden, werfe die Grundsatzfrage auf, ob Virus überhaupt noch eine Existenzberechtigung als gebührenfinanziertes Staatsradio besitze, heisst es in einer Mitteilung.
Virus sei damals mit der Begründung konzessioniert worden, der Sender unterscheide sich vor allem im Informationsbereich stark von den Privatradios. Nun werde Virus während dem Tagesprogramm zum Nonstop-Musikprogramm umfunktioniert. Auch hinsichtlich des Musikangebotes wolle sich Virus offenbar mehr nach dem Mainstream ausrichten. Die Aussage, "man wolle den Schwerpunkt auf RnB setzen, heisse nichts Anderes, als dass mehr Hitparaden-kompatible Musik gespielt werden soll, wie Radio 105 weiter mitteilt.

