Das Formel 1-Debakel vom vergangenen Sonntag könnte für SF DRS rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Denn das Schweizer Fernsehen brach die Übertragung ab, nachdem die meisten Formel 1-Teams gar nicht an den Start gegangen waren. Gemäss baz soll SF DRS jedoch vertraglich verpflichtet sein, das Rennen zu übertragen.
SF DRS-Sportchef Urs Leutert hat deshalb mit dem Management des F1-Zirkus Kontakt aufgenommen. Auf Bescheid warte er noch, so Leutert gegenüber der baz. Da die F1-Rennbehörden derzeit jedoch andere Probleme habe und neben SF DRS auch grössere Sender, so zum Beispiel TF1, die Übertragung abgebrochen haben, rechnet Leutert nicht damit, schon bald vom F1-Management zu hören.
Der Kritik des Blicks über den Übertragungsabbruch kann sich SF DRS derweil sicher sein. Reporter Silvan Grütter bezeichnet das Motorsportdebakel vom vergangenen Sonntag als Highlight für den Zuschauer. Dem Rennen an sich kann er nichts Spannendes abgewöhnen, doch das Chaos vom Sonntag sieht Grütter als beste Unterhaltung der Motorsportfans.Die Formel 1 sei mehr als Motorsport. Boxenluder, Skandale und Millionengehälter seien von grossem Unterhaltungswert -- sogar ohne ein Rennen.
Stellt sich dabei die Frage, warum denn in diesem Jahr das Zuschauerinteresse so stark gestiegen ist? Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sagte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass seit dem Ende der "roten Dominanz" die Formel 1 stark an Spannung und Interesse gewonnen habe. Offensichtlich ist der Verlauf der Rennen einer der wichtigsten Faktoren um Zuschauerinteressen zu generieren.

