21.04.2010

Facebook

"Fans" zu "Likers" konvertiert

Social-Media-Plattform kommt der Werbeindustrie über die Begrifflichkeit entgegen.

Facebook schafft das "Fan sein" ab. Neu dürfen die User alles Mögliche "mögen". "Es handelt sich schlicht um eine Begrifflichkeitsänderung", erklärt Remo Prinz von der eng mit Facebook zusammenarbeitenden Zürcher Web-Agentur Seranetga gegenüber "persoenlich.com". Der Begriff des Fans sei vielen zu extrem. "Fan sein von etwas sein", belege schon eine sehr starke Form von Affinität. Neu möchte man das von Seiten von Facebook abschwächen: Statt zum "Fan" wird man neu zum "Liker". Gemäss der führenden Social-Media-Plattform wird nämlich "Gefällt mir" doppelt so häufig geklickt wie "Werden Sie Fan".

"Das Ziel ist es, so Communities zu bilden, welche sich um alle möglichen Dinge drehen - sei das nun Kochen oder Kunst. Die User sollen in Interessengruppen zusammengeführt werden und sich dort frei austauschen können", erklärt Prinz weiter. Und er gibt unumwunden zu: "Natürlich spielen bei diesem Schritt Werbegedanken eine Rolle."

An den Kernfunktionalitäten bei den bestehenden Fanpages ändert sich nichts, d.h. Nachrichten der Facebook-Page werden nach wie vor im Newsfeed ihrer Anhänger angezeigt. Die Veränderungen sind Teil einer grösseren Initiative von Facebook, die darauf abzielt, die Verbindung und Interaktion der User zu verstärken und Communities aufzubauen. Oder man könnte es auch so sagen: Man versucht, die Leute dazu zu bewegen, sich noch deutlicher zu bekennen. So wird hinter jedem User immer klarer der Konsument sichtbar, und das ist für die Werbeindustrie interessant. (ads)


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