20.10.2009

Filippo Leutenegger

FDP-Nationalrat kritisiert "Journalisten-Biotope"

Journalisten zu mehr Hellhörigkeit aufgefordert.

Der frühere Chefredaktor Schweizer Fernsehens Filippo Leutenegger kritisierte bei einem Auftritt an der Universität Bern die "Journalisten-Biotope", die alles, was nicht in ihren Kram passt, bekämpfen. Er forderte die Studierenden der Kommunikations- und Medienwissenschaft dazu auf, die vermeintlich als gesichert geltende Fakten zu hinterfragen und vor allem dann hellhörig zu werden, wenn alle gleicher Meinung zu sein scheinen. Als "Arena"-Moderator sei es nie sein Ziel gewesen, die Positionen der SVP vermehrt zum Zuge kommen zu lassen, sondern vielmehr die journalistischen Biotope aufzubrechen, um die Medienschaffenden dazu zu bringen, Vorurteile zu überdenken.

Weiter äusserte sich der Präsident der "Aktion Medienfreiheit" zum neuen Radio- und Fernsehgesetz: Dieses sei ein Fehler und bringe auch die Verleger an die Staatstöpfe. Leutenegger plädierte für möglichst viel Freiheit, Selbstverantwortung und privates Engagement. Die SRG hingegen hält der Parlamentarier für unverzichtbar für den nationalen Zusammenhalt und für die Identität der verschiedenen Sprachkulturen. Das Unternehmen könne jedoch genauso wie die privaten Medienhäuser besser haushalten und mit weniger Gebühren auskommen.


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