Die Bundesratsparteien sind mit der TV-Wahlberichterstattung aus den Hauptstudios Zürich und Genf grundsätzlich zufrieden. Für die Wahlen 2007 favorisieren FDP und CVP jedoch nach wie vor ein nationales Wahlstudio in Bern. 1999 wurde das Fernsehen kritisiert, die Wahlberichterstattung sei zu stark auf das Studio Zürich beschränkt gewesen. Dieses Jahr hat die SRG auf die Kritik reagiert. So blieb SP-Präsidentin Christiane Brunner am Wahltag in Genf, und FDP-Chefin Christiane Langenberger wechselte im Verlauf des Abends per Flugzeug von der Deutsch- in die Westschweiz.
"Absolut zufrieden" mit diesem Konzept und den TV-Studios in Zürich und Genf ist die SVP: "Dort sind die Fernsehzentralen, dort laufen die Fäden zusammen, dort soll man das durchführen", sagte Generalsekretär Gregor Rutz. Alles andere wäre "Unsinn und ineffizient". Der gleichen Meinung ist die SP. Generalsekretär Reto Gamma ist insbesondere zufrieden damit, dass das Territorialitätsprinzip eingehalten wurde und Christiane Brunner von Beginn weg in Genf präsent war. In Bern ein zentrales Wahlstudio einzurichten hält Gamma aus Kostengründen für unmöglich.

