16.07.2003

Wemf

Fehler bei Auftragsstudie MA IT Business

Versehentlich publizierte Netzwoche-Daten nicht aussagekräftig.

Die AG für Werbemedienforschung (Wemf) muss die vor ihr Ende Juni präsentierte Auftragsstudie MA IT Business berichtigen. Diese weist die Reichweite der Informatik-Presse in der Schweiz aus. Gemäss einer gemeinsamen Mitteilung der Netzmedien AG und der Compress Information Group habe die Wemf am Mittwoch per Brief alle Empfänger der Studie darüber informiert, "dass die publizierten Zahlen zur Netzwoche aus dem Verlag Netzmedien AG nicht der wirklichen Verbreitung des Titels entsprechen, weil die Grundgesamtheit der Studie die Netzwoche-Leserschaft nur unvollständig abbildet". Die Zusage der Wemf, deshalb die Ergebnisse zur Netzwoche nicht zu veröffentlichen, sei leider aufgrund einer Unachtsamkeit bei der Produktion übersehen worden.

Aber nicht nur die methodischen Fehler haben bei den Verlagen Compress und Netzmedien Verärgerung ausgelöst. Heinrich Meyer von der Netzmedien AG: "Wir finden es unhaltbar, dass sich die Wemf für eine Studie von einem Einzelverlag bezahlen lässt und die Resultate unter einem Titel wie 'MA IT Business' veröffentlicht, der an andere Wemf-Studien erinnert. Es handelt sich hier um eine Auftragsstudie für den Verlag IDG, die nicht vergleichbar ist mit den verlagsneutralen Studien der Wemf."

Zwar habe die Wemf die Untersuchung ursprünglich als Branchenstudie geplant, was die Teilnahme mehrerer Verlage voraussetzt. Mit der Compress Information Group (InfoWeek, IT Reseller) und der Netzmedien AG (Netzwoche, Netzguide) seien im Vorfeld der aktuellen Durchführung auch zwei weitere Verlage involviert gewesen, die sich allerdings zurückgezogen hätten, als klar wurde, dass ihnen IDG (Computerworld, PCtip) keine Mitspracherechte einräumen wolle.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen