Eine gross angelegte Studie der Universität Erfurt und der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe kommt zum Ergebnis, dass am Fernsehen ungesundes Essen propagiert wird. Wie die Mittelland Zeitung berichtet, haben die Wissenschafter vier Wochen lang das Programm von neun deutschen Sendern ausgewertet -- von Nachrichten über Kochsendungen, Spielfilmen und Serien bis zur Werbung.
Die Auswertung ergab, dass es sich bei 25 Prozent aller gezeigten Speisen um Süssigkeiten und fette Snacks handle. Vor allem in Talkshows und Trickfilmen seien diese oft im Bild. Ebenfalls zu häufig kämen Fleisch und Wurst im Fernsehen auf den Tisch. Das Fazit der Forscher: "Die dargestellten Lebensmittel spiegeln kaum die Ernährungsempfehlungen wider."
Alarmierend sei auch die Erkenntnis, dass die Helden in Krimis, Komödien, Liebesfilmen und Serien viel zu tief ins Glas blicken. Fast die Hälfte der dort gezeigten Lebensmittel entfalle auf alkoholische Getränke. Insgesamt wurde festgestellt, dass in rund 65 Prozent aller ausgewerteten TV-Elemente Essen und Trinken vorkommt.
Wer viel Privatfernsehen sieht, ernährt sich schlechter

