17.09.2009

Schweizer Presse

Filippo Lombardi und Albert P. Stäheli neu im Präsidium

Verleger treten für günstigere Tarife bei der Postzustellung ein.

An der Mitgliederversammlung vom Verband Schweizer Presse wurden Filippo Lombardi (CEO TImedia Holding SA) und Albert P. Stäheli (CEO NZZ-Gruppe) neu ins Präsidium des Verlegerverbandes gewählt. Damit wurde das Präsidium um einen Sitz erweitert. Präsident Hanspeter Lebrument und die weiteren Präsidiumsmitglieder wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Dem zurücktretenden Beat Lauber sprachen Präsidium und Mitglieder ihren Dank für seinen grossen Einsatz im Verlegerverband aus. Mit der heutigen Mitgliederversammlung wurde auch der bisherige Geschäftsführer, Hanspeter Kellermüller, nach einer rund sechsjährigen Tätigkeit für den Verband offiziell verdankt und verabschiedet. Seine Nachfolge tritt per Ende September Urs F. Meyer an.

Bei den Sachgeschäften steht gegenwärtig die Entwicklung der Posttarife für die Pressezustellung im Zentrum. Kürzlich hat die Post erhebliche Preiserhöhungen angekündigt, gegen welche der Verlegerverband bei den zuständigen Instanzen intervenieren wird. Der Verband wird sich auch in der laufenden Revision des Postgesetzes für günstigere Tarife bei der Pressedistribution einsetzen, schliesslich stellt die Verteilung der Pressetitel die Grundversorgung der Post durch ihre Auslastung sicher. Infolge des fehlenden Wettbewerbs sind die Verleger aber mit überhöhten Preisen konfrontiert. Die Politik wird aufgefordert, einen Maximalpreis von 10 Rappen pro Exemplar gesetzlich festzulegen.

Ausserdem soll die kleinauflagige Lokalpresse wie bisher von Sonderermässigung profitieren können. Der Verband setzt sich hier für eine Ausdehnung der bisherigen indirekten Presseförderung ein. Der Bundesbeitrag an die Post soll dabei auf 30 Mio. Franken erhöht werden. Damit kann ein wichtiger Beitrag für die staatspolitisch bedeutsame Presse geleistet werden, ohne deren Unabhängigkeit zu gefährden.


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