07.01.2004

Dreikönigstagung 2004

Fritz Schuhmacher möchte Kooperationen

"Grosse und mittelgrosse Verlagshäuser existentiell gefährdet."

Fritz Schuhmacher, VR-Präsident der Vogt-Schild, VR-Vizepräsident der Basler Zeitung Medien sowie VR-Vizepräsident der Publigroupe, kam allfälligen Vorwürfen in seinem Referat an der Dreikönigstagung 2004 gleich selber zuvor: Man werde ihn in die Pfanne hauen, weil er "einen kurzen Auftritt als kleiner Vogt-Schild-VR-Präsident missbrauche, um einen Werbespot für die grosse, böse 'P' zu placieren".

Tatsächlich fügte sich Schumachers Aufruf, den "extrem kostenintensiven Anzeigenverkauf" auszulagern, wenn er unter dem Strich Mehrwert bringe, fugenlos in das Plädoyer für Kooperationen. Was bei den "hochkomplexen und extrem teuren Druckmaschinen ... derzeit in der Schweiz an Investitionen getätigt" würden, könne er "als Beobachter auch anderer Branchen schlichtweg nicht verstehen". Er sei, so Schuhmacher, mit Charles von Graffenried überzeugt, dass die normale Tageszeitung zu über achtzig Prozent zu billigeren Produktionszeiten gedruckt werden könnten. Diess, so Schuhmachers Implikation, würde die gemeinsame Nutzung der Druckmaschinen ermöglichen.

Im Bezug auf die Zukunft des Schweizer Medienmarkts meinte Schuhmacher abschliessend: "Wenn wir nicht viel mehr unsere Aktivitäten und Investitionen hinterfragen, wenn wir nicht vermehrt und zwar sehr rasch aufeinander zugehen, Kooperationen suchen, vielleicht sogar weitere Fusionen, dann sind vor allem die grossen und mittelgrossen Verlagshäuser schlicht und simpel existentiell gefährdet. Denn die Weko hat nur die Aufgabe, den Binnenmarkt zu beobachten. Ausländer und ihr Vormarsch in der Schweiz interessieren nicht."


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