25.10.2005

SR DRS

Führungskrise

Radiodirektor Rüegg streitet Handlungsbedarf ab.

Was ist los auf der Führungsetage von SR DRS? Weshalb werden die offensichtlichen Probleme kleingeredet oder gar negiert? Diese und weitere durchwegs unbequeme Fragen stellt die Mittelland Zeitung (MZ) in der Dienstagsausgabe. Dabei werden SR DRS anhaltende Strategieprobleme unterstellt. Allen voran wird Walter Rüegg Führungsunfähigkeit vorgeworfen: "Der Nicht-Entscheid passt offenbar zu Radiodirektor Walter Rüegg" schreibt die MZ. Dessen Führungsschwäche habe im Streit zwischen DRS1 und DRS3 zur Eskalation der beiden ehrgeizigen Programmleiter Christoph Gebel und Bendicht Luginbühl geführt. Rüegg hoffe nun, dass die Probleme mit dem Ausscheiden des aufmüpfigen Luginbühl gelöst seien. Doch effektiv sei Radio DRS weit von stabilen Verhältnissen entfernt.

Die Geschäftsleitung (GL) ist laut MZ derzeit kaum handlungsfähig, es herrscht ein Führungsvakuum: Denn neben Luginbühl verlässt auch Colette Gradwohl auf Anfang 2006 die GL, um eine neue Herausforderung in der Ausbildung anzunehmen. Der langjährige Chefredaktor Marco Färber ist schon Ende September in den Ruhestand gegangen. Dagegen verfüge Iso Rechsteiner, der vor kurzem eingesetzte Leiter der neuen Abteilung Regionalredaktionen, über keine Führungserfahrung und auch der Posten des Chefredaktors ist noch offen.

Als Profiteur dieser Konstellation betrachtet die MZ DRS-1-Programmleiter Chrisoph Gebel. Seine Stellung dürfte angesichts der ungewissen Situation eher noch gestärkt werden. Im Gegenzug dürfte sich der auf Luginbühl folgende DRS3-Chef wohl kaum durchsetzen können, so die MZ.


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