23.01.2006

ARD/ZDF

Gebührenverlust wegen Beitragsbefreiung

Elf bis zwölf Prozent weniger Einnahmen jährlich.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen ARD und ZDF werden jährlich rund eine Dreiviertel Milliarde Euro weniger an Gebühren einnehmen, berichtet das deutsche Magazin Focus. Die Ursachen dafür seien die steigende Anzahl an sozial schwachen Personen, die von der Gebühr befreit werden sowie die schlechtere Zahlungsmoral. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen damit auf etwa elf bis zwölf Prozent ihrer jährlichen Gebühreneinnahmen verzichten.

Der Wirtschaftsprüfer Reiner Dickmann, ein Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs bei Rundfunkveranstaltern (KEF) hat berechnet, dass ARD und ZDF jährlich zwischen 753 und 822 Millionen Euro pro Jahr weniger an Gebühren einnehmen werden. Insgesamt hat die Gebühreneinzugszentrale GEZ im Jahr 2004 im Auftrag von ARD und ZDF 6.85 Mrd. Euro eingenommen.


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