Das Deutschschweizer Radio DRS arbeitet bereits konkret an der gemeinsamen Zukunft mit dem Schweizer Fernsehen. Bis 2010 entsteht eine gemeinsame Multimedia-Plattform. Man suche die Kooperation dort, wo sie inhaltlich Sinn mache, sagte Radiodirektor Walter Rüegg an der Jahresmedienkonferenz am Donnerstag in Zürich. Das geschehe unabhängig vom kürzlich bei der SRG in Angriff genommenen nationalen Projekt zur Zusammenlegung von SF und Radio.
Konkret hätten sich Radio DRS und SF soeben zur gemeinsamen Zukunft im Internet entschlossen. Voraussichtlich nächstes Jahr werde die gemeinsame Multimedia-Plattform aufgeschaltet. Auch bei Sendungen spannen SF und Radio zusammen. Das ist laut Rüegg nicht ganz neu, werde aber verstärkt, wenn es Sinn mache.
Solche Kooperationen gibt es heute bereits in den Bereichen Volksmusik, bei DRS3, bei Kindersendungen (Pirando) und beim Wetter (Meteo). Man treibe Kooperationen dezentral voran, dereinst lasse sich diese Zusammenarbeit dann ins nationale Projekt integrieren.
Defizitabbau bis 2010
2008 schloss Radio DRS mit einem Verlust von 5,3 Mio. Franken ab. Für 2009 sind minus 5,2 Mio. budgetiert. Sparanstrengungen sollen laut Rüegg 2011 wieder ein ausgeglichenes Ergebnis bringen -- ohne Abstriche bei den Programmen. (sda)

