17.07.2009

SF

Gesponserte Uhr soll weg

BAKOM verbietet Werbeuhr vor Nachrichtensendungen.

Das Schweizer Fernsehen darf den Mini-Werbespot mit der laufenden Uhr vor seinen Nachrichtensendungen künftig nicht mehr ausstrahlen. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) stellte eine Verletzung der Sponsoringbestimmungen des Radio- und Fernsehgesetzes fest, wie einer im Internet veröffentlichten Verfügung zu entnehmen ist. Die SRG akzeptiert den Entscheid jedoch nicht und wird diesen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen, wie SRG-Sprecher Max Gurtner am Freitag zu einem Bericht des "Tages-Anzeigers" bestätigte.

Das BAKOM rügte in der Verfügung, dass in den Sendungen "Zeitinformation" vor den Newssendungen keine korrekte Nennung des Sponsors am Anfang oder am Ende der Sendung erfolge, eine Sponsorwidmung fehle und der Sponsor damit einen werblichen Auftritt erhalte. Es geht um die laufende Uhr, die vor der Hauptausgabe der "Tagesschau" - ebenso wie vor den Hauptnachrichtensendungen von TSR 1 und TSI 1 - sowie vor den Sendungen "Schweiz Aktuell" und "10vor10" ausgestahlt wird, und bei der ein Mini-Spot im Abstand von zehn Sekunden wiederholt wird. Dem Entscheid ist weiter zu entnehmen, dass die Aufsichtsbehörde die gesponserte Uhr schon einmal vergeblich im Visier hatte. Der neue Anlauf stützt sich nun auf das neue Radio/TV-Gesetz beziehungsweise auf eine neue Praxis des BAKOM zum Sponsoring von Kürzestsendungen. (Quelle: AP, "Tages-Anzeiger")


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen