Am Mittwoch gab Ringier bekannt, dass in der Schweiz als Folge der Finanzkrise insgesamt 22 Stellen gestrichen werden. Die Mediengewerkschaft impressum reagiert in einer Stellungnahme mit Unverständnis. Aus Sicht der Mitarbeitenden seien die Entlassungen unverständlich, zumal sie ohne ersichtliche wirtschaftliche Not ausgesprochen worden seien. Ringier werde laut eigenen Angaben das Jahr 2008 mit einem Umsatzplus von 10 Prozent abschliessen. Gleichzeitig sollen nach dem Kauf von Onlineportalen weitere Akquisitionen folgen.
Die Erklärung für dieses Vorgehen ist nach Meinung von impressum, dass auch Ringier die vorübergehenden Rückgänge bei den Inserateeinnahmen als Vorwand nutzt, um ohne grossen Widerstand Personal reduzieren oder neu auswählen zu können. Das angekündigte Effizienzsteigerungsprogramm scheine ausschliesslich auf dem Buckel der Beschäftigten umgesetzt zu werden.
Comedia hält fest, dass Erlahmungserscheinungen auf dem Werbemarkt tatsächlich zu beobachten seien. Die Mediengewerkschaft wendet aber ebenfalls ein, dass Ringier im laufenden Jahr auf einen sehr guten Geschäftsgang zurückblicken könne. Mit solchen massiven Einschnitten würden die Beschäftigten der ganzen Medienbranche verunsichert, und das Medienunternehmen Ringier drehe proaktiv am Krisenrad mit.

