Die Sozialplanleistungen für die Journalistinnen und Journalisten, denen jüngst bei der zu Tamedia gehörenden Berner Zeitung gekündigt wurde, liegt wesentlich unter den Bedingungen für die Gekündigten von Tamedia Publications Romandes, wie Syndicom in einer Mitteilung schreibt.
Deren Sozialplan war kürzlich zwischen den Personalvertretungen und Impressum einerseits sowie Tamedia andererseits ausgehandelt worden (persoenlich.com berichtete). Syndicom hatte die Redaktionen ebenfalls mit juristischem Beistand und gewerkschaftlichem Rat unterstützt. Die betroffenen Redaktionen von «24Heures» und «Tribune de Genève» hatten die Vereinbarung am 21. Oktober angenommen.
Nur wenige Stunden vor der Unterzeichnung habe Tamedia den Stellenabbau auch in der Deutschschweiz fortgesetzt: bei der Berner Zeitung wurden fünf Mitglieder der Redaktion entlassen. Syndicom und Impressum fordern, dass zur sozialen Absicherung der Entlassenen bei der Berner Zeitung ebenfalls mindestens die Westschweizer Leistungen angewendet werden, heisst es in der Mitteilung.
Dazu gehörten insbesondere kündigungsvermeidende Massnahmen wie eine anonyme Anlaufstelle für freiwillige Abgänge oder Pensenreduktionen unter Anwendung der Sozialplanleistungen. Weiter gehörten zu den besseren Konditionen verlängerte Kündigungsfristen bei Stellenlosigkeit und ein Fonds zur Unterstützung von Umschulungen und zur Vermeidung von Härtefällen. Eine Schlechterstellung innerhalb des gleichen Medienunternehmens wäre nicht nachvollziehbar. (pd/clm)

