04.07.2005

Georg Stoller

'Goldene Zeiten' der Printmedien sind vorbei

Abtretender Publictas-Manager zieht Bilanz.

Nach 40 Jahren Tätigkeit bei der Publicitas zieht Georg Stoller im Interview mit der Basler Zeitung Bilanz. "Die 'goldenen Zeiten' der gedruckten Medien kommen ganz sicher nicht mehr zurück." So habe sich der Schrumpfprozess des Inseratevolumens stabilisiert, der Stellenmarkt erhole sich aber nur sehr langsam. Zudem zeige sich eine eindeutige Verlagerung in die elektronischen Medien. "Die Presse muss einen Rückgang befürchten. Internet und TV werden Marktanteile gewinnen."

In der Marktbearbeitung bei der "P" seien keine nennenswerte Fehler gemacht worden, so Stoller. Man habe sehr stark unter der Globalisierung gelitten. Das habe sich in Basel bei den Banken gezeigt. "Früher hatten wir bis acht Banken, die hier inserierten. Heute sind es noch zwei oder drei."

Stoller glaubt an die gute Entwicklung der neuen baz. Die Werbewirtschaft habe schon bei den ersten Umfragen positiv reagiert. Die grosse Verunsicherung sei in der zweiten Phase entstanden, in welcher der Lesermarkt nicht so reagiert habe, wie die Werbewirtschaft. Das habe in der Folge die Entscheidungsträger der Agenturen verunsichert. "Heute spüre ich deutlich, dass die baz auch im Lesermarkt immer stärker an Azeptanz hinzugewinnt."


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