Für das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) ist der Vorschlag von Ueli Haldimann als interimistischer Fernsehdirektor eine pragmatische Lösung. Dies sagte Ernst Gräub, Sekretär der SSM-Gruppe Fernsehen, am Mittwoch auf Anfrage. Die interne Debatte über journalistische Arbeit sei Ueli Haldimann ein Anliegen, sagte Gräub. Der Wahlvorschlag gebe die Gewähr, dass die Qualität gehalten oder verbessert werde. Haldimann habe die Abteilung Information gut und effizient geleitet.
Doch aus Sicht des SSM hätte die Übergangsdirektion ausgeschrieben, ein Profil definiert und eine Diskussion geführt werden sollen, wie Gräub sagte. Zu bedenken gab die Gewerkschaft, dass in naher Zukunft auch mit weiteren gewichtigen Abgängen zu rechnen sei, etwa von SRG-Generaldirektor Armin Walpen und dessen Stellvertreter Daniel Eckmann. Dieser Generationenwechsel müsse seriös vorbereitet werden, und es brauche einen Zeitplan, sagte Gräub. (sda)

