Für Politiker steht gemäss dpa fest, dass Harald Schmidt ins öffentlich-rechtliche Fernsehen gehört. Heide Simonis (SPD), die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, sagte der Berliner Tageszeitung, wenn Schmidt seine "kreative Pause" wirklich brauche, "sei sie ihm von Herzen gegönnt. Wenn's andere Gründe gibt, dass er aus dem Programm fällt, wär's mehr als schade. Dann sollten ihm vielleicht die Öffentlich-Rechtlichen ein Angebot machen."
Auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Grietje Bettin sagte der Zeitung: "Es würde den Öffentlich-Rechtlichen gut tun, dieses Format aufzunehmen, um junge Leute anzusprechen." Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach (CDU), meinte, Schmidt werde "keine Mühe haben, einen neuen Sendeplatz zu finden". Harald Schmidt sei "ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens". Bosbach appellierte an den Entertainer: "Harald, komm bald wieder!"
Die in Frage kommenden Sender äuserten sich gegenüber sueddeutsche.de verhalten optimistisch, was ihr Interesse an Schmidt anbelangt. "Wir interessieren uns nicht nur für Harald Schmidt, wenn er nicht zu haben ist", wird der ARD-Vorsitzende Jobst Plog zitiert. Die AP wiederum zitiert ARD- und WDR-Sprecher mit den Worten, es gelte die Aussage von ARD-Programmdirektor Günter Struve: "Harald Schmidt ist ein hervorragender Protagonist, aber momentan führen wir keine Gespräche mit ihm."
ZDF-Sprecher Alexander Stock hingegen sagte gegenüber sueddeutsche.de: "Wenn er Interesse am ZDF hätte, würden wir gerne seine Kreativpause nutzen, um intensive Gespräche mit ihm zu führen." Distanzierter klinge die Stellungnahme von RTL: "Diese Frage stellt sich nicht", habe es vom Kölner Privatsender geheissen.

