Christian Heeb, Chef des jungen Baselbieter Senders NW1, droht Telebasel frontal anzugreifen, falls die beiden Sender keinen gemeinsamen Weg finden. Bis Ende Jahr werde er aber versuchen, mit dem lokalen Wettbewerber eine "sinnvolle Kooperation" zu finden, wie Heeb gegenüber der Basler Zeitung erklärt.
Komme es zu keiner Einigung, werde NW1 entgegen früherer Versprechen ein Gesuch um Gebührengelder stellen. Zudem kann sich Heeb eine deutliche Veränderung im Aktionariat von NW1 vorstellen. Es würde dabei um einen potenten Investor aus dem Medienbereich gehen, mit dessen Finankraft NW1 den Durchbruch schaffen könne. Wer dieser Investor sein könnte lässt Heeb offen.
Die Baselbieter Regierung fürchtet gemäss baz um die Existenz von NW1 und möchte deshalb mit der Basler Regierung eine gemeinsame Trägerschaft für die regionalen Fernsehsender schaffen.
Mehrheitseignerin von NW1 ist die Elektra Birseck Münchenstein (EBM). Gemäss baz kann der Energieversorger die Verluste im branchenfremden TV-Geschäft gegenüber den Energiekunden immer schlechter legitimieren. Mit Finanzminister Adrian Balmer als ehemaliger Vizedirektor der EBM sei ein aktiver Fürsprecher von NW1 in der Baselbieter Regierung.

