10.04.2003

DRS 3

IG Pop erfreut über "Sounds"-Comeback, aber dennoch kritisch

"'Sounds' alleine macht noch kein gutes DRS 3 aus".

Die Interessengemeinschaft IG Pop zeigt sich zufrieden über das Comeback von "Sounds" auf DRS 3. Radiodirektor Walter Rüegg hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die Kultur künftig stärker gewichtet werden soll und "Sounds" wieder auf DRS 3 ausgestrahlt wird (und weiterhin auch auf Virus). Das sei vorab der Erfolg der Hundertschaft von Hörerinnen und Hörern, die ihre Enttäuschung laut und deutlich formuliert hätten, zum Beispiel auf http://www.radiozumunglueck.ch, aber auch mit ihrer Unterschrift für die Petition "gebt uns die Popmusik zurück!", welche die IG Pop Mitte März lanciert hatte, wie die Interessengemeinschaft schreibt.

Die IG Pop will mit "Neugierde" verfolgen, wie sich der neue DRS-3-Chef Bendicht Luginbühl die Zukunft von "Sounds" vorstelle. Gleichzeit warnt sie aber auch: "'Sounds' alleine macht noch kein gutes DRS 3 aus, das seinen Kulturauftrag und seine HörerInnen ernst nimmt. Es wurden weitere Sendungen eliminiert oder massiv zusammengekürzt, dem Quotendiktat fielen auch die Vielfalt und die Qualität zum Opfer. Von Erfüllung des Kulturauftrags war während Jahren ohnehin keine Rede mehr." Deshalb bleibe die IG bei ihren bereits lancierten Forderungen:

- Wir wollen ein mutiges und vielfältiges Abend- und Tagesprogramm!

- Wir wollen keine Ghettos für innovative einheimische und internationale Musik, sondern sie auch tagsüber hören!

- Wir wollen ein Popradio, für das Pop auch Kultur ist, und das entsprechend den Kulturauftrag ernst nimmt!

- Wir wollen, dass DRS 3 sein Poparchiv wieder aufbaut und pflegt!


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