04.03.2018

Wie weiter nach No Billag?

Initiative zur Zukunft der SRG geplant

Hansi Voigt, Jon Pult und Moritz Zumbühl streben einen Verfassungsartikel an, der dem allgemeinden Recht auf Information und der Onlinepräsenz der SRG Rechnung trägt.
Wie weiter nach No Billag?: Initiative zur Zukunft der SRG geplant
Will zusammen mit Jon Pult und Moritz Zumbühl eine Initiative lancieren: Wepublish-Gründer Hansi Voigt. (Bild: Keystone)

Nebst den SRG-Kritikern wappnen sich nun auch die Befürworter für die Zeit nach der Abstimmung. Der ehemalige «Watson»-Chef Hansi Voigt, der Bündner SP-Grossrat Jon Pult und der Internetunternehmer Moritz Zumbühl wollen der Diskussion über die Medien einen neuen Dreh verpassen, wie der «SonntagsBlick» berichtet.


Der Artikel der Bundesverfassung über Radio, Fernsehen und «andere Formen der fernmeldetechnischen Verbreitung» ist laut den dreien antiquiert. Sie wollen per Initiative einen neuen Verfassungsartikel schaffen, der dem allgemeinen Recht auf Information und der Onlinepräsenz der SRG Rechnung tragen soll. Das Trio verlangt, dass die SRG ihre «Technologie und die selbst produzierten Inhalte unentgeltlich zur Verfügung» stellt.

Keine Einschränkungen im Onlinebereich

Dass die SRG im Onlinebereich eingeschränkt werde, sei inakzeptabel. «Hier liegt die Zukunft. Die SRG muss zwingend ein gutes Angebot machen können», sagt Zumbühl der Zeitung. Öffentlich finanzierte Medien hätten zudem einen klaren Kodex zu befolgen. «Mit Sorgfalt beachten sie die Grundrechte und achten auf die Menschenwürde», heisst es laut SoBli im Initiativtext.

Auch Nationalrat Fathi Derder (FDP/VD) will laut «Le Matin Dimanche» die SRG mit einer Motion zu einem umfassenden Service-Public-Unternehmen machen. (sda/wid)


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KOMMENTARE

Oliver Brunner
04.03.2018 20:12 Uhr
Ich bin enttäuscht. Ich hätte mehr "Korrektur-Stimmen" erhofft. Die Propaganda-Walze in den letzten Wochen hat aber Wirkung gezeigt. Jetzt wird das Internet, weitere Jugendkanäle und was weiss ich für neue Angebote zum Luxuspreis ausgebaut.
Janine Rugg
04.03.2018 19:25 Uhr
@Hählen: Einfacher gesagt als getan. Die SRG-Leute kommen ja von den Privaten. Ist Qualität lediglich eine Sache des Geldes? Haben Sie nicht mitbekommen, was Hazel Brugger zur SRG-Qualität sagte?
Hansres Hählen
04.03.2018 13:02 Uhr
Wir wollen ein SRG, die ein hohes Niveau hat, in Information und Unterhaltung, eine SRG, die sich von den vielen unsäglich seichten privaten Sendern unterscheidet. Ein hohes Niveau wird und darf auch etwas kosten.
Roald Hofmann
04.03.2018 09:58 Uhr
Das darf durchaus eine Alternative sein. Nur ist die SRF dazu (und zuvor) auf das absolute Minimalmass zu redimensionieren; sprich ein Kanal Radio / Fernsehen für jede der drei flächendeckend gesprochenen Landessprachen. Es kann nicht Staatsaufgabe sein, einen marktdominierenden Medienmoloch und –monopolisten zu finanzieren und ihm so zu erlauben, aus seiner geschützten roten Werkstatt heraus mit naseweisem Journalismus unter schalmeienhaften Titeln angeblicher Objektivität zu versuchen, dem eingelullten Publikum seine eigenen gesellschaftlichen Wertvorstellungen auf das Auge zu drücken. Genau deshalb muss die SRF auf das absolute Minimum zurückgestutzt werden.
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