Die TV-Nutzung ist 2009 geradezu auf Rekordwerte geklettert. Das geht jedenfalls aus den aktuellen Zahlen für den britischen Markt hervor, wo die Zuschauerzahlen ihren Höchststand seit dem Jahr 1992 erreichten. Im Durchschnitt schauten die Zuseher vergangenes Jahr pro Tag 3,75 Stunden fern. Der Bericht des Institute of Practitioners in Advertising (IPA) zeigt außerdem, dass nur mehr 8,2 Prozent der Haushalte mit Anfang 2010 das Auslangen mit einem analogen TV-Anschluss fanden.
Drei Monate zuvor waren es noch 10,1 Prozent und zu Beginn 2009 noch 14,3 Prozent, berichtet der "Guardian". 2012 soll in Grossbritannien der komplette Umstieg auf digitales Fernsehen geschafft sein.
Laut IPA wurde im letzten Quartal 2009 pro Kopf durchschnittlich 3,94 Stunden täglich ferngesehen - was noch einmal über dem Gesamtjahresschnitt liegt. Im vorangegangen Quartal lag der Schnitt bei 3,54 Stunden täglich. Generell liegen TV-Nutzungsraten in den Wintermonaten, wenn Aussenaktivitäten eingeschränkter sind, immer höher als im restlichen Jahr. Somit kommen das erste und das letzte Quartal eines Jahres in der Regel auch auf die höchsten Nutzungszahlen.
Im vergangenen Jahr erreichte die TV-Nutzung laut IPA im ersten Quartal ihren Höchststand mit einer durchschnittlichen täglichen Sehdauer von 3,96 Stunden. In Hinblick auf die einzelnen Sender mussten alle terrestrischen TV-Stationen weitere Rückgänge hinnehmen, während die Nutzung von Multichannel-Angeboten weiter zulegte.
Ungeachtet des rasanten Aufstiegs des Internets wird insbesondere bei den ganz jungen Generationen laufend mehr ferngesehen. Das zeigte etwa ein Nielsen-Bericht von vergangenem Oktober, wonach Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren heute im Durchschnitt mehr als 32 Stunden pro Woche vor dem Fernsehbildschirm verbringen (pte).

