Ende letzten Jahres gab dass UVEK bekannt, dass DJ Radio den Zuschlag für die Konzession eines neuen Jugendradios erhalten hat. Gegen diesen Entscheid hatte Mitbewerber Radio 105 Rekurs eingelegt, was den Start des neuen Radios bis heute verzögert. "Die Stadt Zürich wartet auf uns", sagt Oliver Flückiger, Marketingleiter von DJ Radio gegenüber der Mittelland Zeitung. Im Februar wolle man endlich auf Sendung gehen.
Geplant habe man den Start schon für diesen Herbst, der Rekurs brachte den Zeitplan der motivierten Radio-Truppe jedoch durcheinander. Beim Bundesamt für Justiz heisst es gemäss MZ, dass noch in diesem Jahr mit einem Entscheid gerechnet werden könne.
Auch André Schibli, der Programmchef von DJ Radio, will endlich loslegen. Die Beschwerde verzögere alles, erklärt er gegenüber der MZ und vermutet, dass dies zur Strategie des Beschwerdeführers -- Guiseppe Scalione von Radio 105 -- gehöre.
Auch Hansjörg Enz, Leiter Lernbereich Berufspraxis am Institut für Angewandte Medienwissenschaft, ist von den Verzögerungen betroffen. Enz ist für die geplante Zusammenarbeit von DJ Radio mit der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) verantwortlich. Die Verzögerungen durch den Rekurs stossen auch bei ihm nicht auf Gegenliebe: "Auf diese Art und Weise kann man ein Projekt kaputt machen."

