An der Generalversammlung der Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern, Deutschfreiburg, Oberwallis RGB gab es kämpferische Töne zu hören. In einer Resolution verlangten die zahlreich aufmarschierten Genossenschaftsmitglieder die Stärkung des Medienstandortes Bern.
Die Resolution zeigt sich besorgt über die jüngsten Entscheide, swissinfo massiv zu reduzieren, den Standort Biel von SWISS TXT aufzulösen, zwölf Stellen der Abteilung Kommunikation und Marketing von Schweizer Radio DRS von Basel nach Zürich zu verlegen und von der jüngst wieder aufgenommenen Forderung nach Zentralisierung des Radios in Zürich.
"Die idée suisse darf sich nicht darauf beschränken, dass die Gebühren aus allen Landesteilen entrichtet werden", heisst es in der Resolution. Die RGB fordert darin, dass swissinfo in Bern erhalten bleibt und weiterhin "vielsprachige und vielfältige Informationen über unser Land" verbreiten kann, dass SWISS TXT am jetzigen Standort im zweisprachigen Biel bleibt und dass die SRG SSR idée suisse weiterhin ihren verfassungsmässigen Auftrag als service public erfüllen und als Brücke zwischen den Sprachregionen dienen kann.
Die Vertreter der SRG versuchten zwar zu beruhigen: Radiodirektor Walter Rüegg nannte die Auflösung von SWISS TXT in Biel einen "schwierigen Entscheid", drohte aber, wenn nicht beim Multimedia-Angebot gespart werde, gebe es Einsparungen beim Programm. Ueli Haldimann von der Generaldirektion der SRG behauptete, es sei alles "nicht so dramatisch", keine sichtbaren Leistungen seien betroffen, und Colette Gradwohl, Co-Leiterin des Studios Bern, beteuerte, es gebe nicht nur den "Fokus Zürich".

