29.03.2009

"Ringier"

Kauft Springer bald den Schweizer Verlag?

Hat Frank A. Meyer das Gerücht gestreut?

Das Gerücht hält sich seit geraumer Zeit erstaunlich hartnäckig. Im Zuge der gegenwärtig stattfindenden Medienkonzentration, spekulieren Medienexperten über verschiedenste Fusionsszenarien. Hoch im Kurs ist eine mögliche Ringier-Übernahme durch den deutschen Medienkonzern Axel Springer. Wie der "Sonntag" nun schreibt, sei Springer an Ringier interessiert und prüfe derzeit den Unternehmenswert des grössten Schweizer Verlags. Der "Sonntag" beruft sich auf eine anonyme aber "in der Regel gut informierte Quelle". Kommen die Informationen womöglich von Frank A. Meyer? Denkbar wärs. Immerhin pflegt der in Berlin lebende Ringier-Journalist als Informant und Kolumnist einen sehr guten Draht zur "Sonntag"-Redaktion.

Bezüglich Fusion: Ringier-Verwaltungsrat Martin Werfeli dementiert jedenfalls heftig die "Sonntag"-Information: "An diesem Gerücht ist nichts dran." Obwohl: Ringier und Springer hatten bereits 2002 im Geheimen über eine Fusion verhandelt, die dann nicht zustande kam. Ein Zusammenschluss hätte Ringier die Unabhängigkeit gekostet. Diesen Preis wollte Michael Ringier nicht zahlen. Der Wunsch nach Selbstständigkeit sei stärker gewesen als "die faszinierende Vision einer verbundenen Verlagsgemeinschaft", begründete Ringier damals offiziell.


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