19.04.2010

Ringier

Kein Interesse an Stefan Austs Magazinprojekt

Vorantreiben der eigenen Entertainment- und Internet-Aktivitäten im Vordergrund.

Seit einigen Monaten ist der ehemalige "Spiegel"-Chefredaktor Stefan Aust daran, unter dem Arbeitstitel "Die Woche" für die deutsche WAZ Mediengruppe ein Nachrichtenmagazin zu entwickeln - dies in Konkurrenz zu "Spiegel", "Focus" und "Stern". In den letzten Tagen teilten deutsche Branchendienste mit, Aust sei mittlerweile auf der Suche nach weiteren Investoren, weil die WAZ-Gruppe das Projekt nicht allein stemmen will. Als Wunschpartner wurden mehrfach Axel Springer und Ringier genannt.

Während Axel Springer am Projekt scheinbar Gefallen findet, ist unterdessen klar, dass Ringier nicht mitmacht. "Das Projekt ist zwar spannend und professionell, zudem fühlt sich Ringier geehrt, von Herrn Aust und der WAZ-Gruppe als Wunschpartner bezeichnet zu werden. Aber wir werden uns definitiv nicht beteiligen", sagte Ringier-Sprecher Stefan Hackh. Man wolle sich in erster Linie auf die eigenen Aufgaben konzentieren: Das Vorantreiben der Entertainment- und Internet-Aktivitäten und das Joint Venture mit Axel Springer in Osteuropa. Kürzlich hatte Ringier verlauten lassen, dass der Konzern in der Schweiz über ein neues Nachrichtenmagazin nach Tamedias Facts (selig) nachdenkt. Wären da nicht Synergien mit dem WAZ-Projekt möglich? Hackh winkt ab. "Zu eigenen möglichen Projekten möchten wir derzeit nichts sagen", meint er. (Text: Markus Knöpfli)


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