Die Gebühren für Fernsehen und Radio dürften in den nächsten zwei Jahren nicht erhöht werden. Dies zumindest verspricht der Generaldirektor der SRG SSR idée suisse, Armin Walpen, in der "SonntagsZeitung.
"Ich gehe davon aus, dass es trotz der Wirtschaftslage 2009 und 2010 keine Gebührenanpassungen geben wird", sagte er im Interview. Walpen räumte ein, dass auch die SRG nicht von der Finanzkrise verschont geblieben sei. Er erwartet Werbeeinnahmen von 297 Millionen Franken - 18 Millionen weniger als erwartet.
Trotzdem werde die Gesamtrechnung besser ausfallen als budgetiert. Statt einem Defizit von 57 Millionen erwartet Walpen ein Minus von lediglich 28 Millionen Franken. Der Grund dafür seien höhere Gebühren- und Sponsoringeinnahmen als budgetiert.
Gleichzeitig habe die SRG mithilfe eines Sparprogramms in der Höhe von 120 Millionen Franken Kosten gesenkt. Walpen kündigte eine Weiterführung des Sparkurses an. Dies sei vor allem mit Blick auf die Pensionskasse nötig, die inzwischen einen Deckungsgrad von unter 90 Prozent aufweise.
Keine Dachmarke SRG
Skeptisch äussert sich Walpen zu einer Zusammenlegung von Fernsehen und Radio unter einer Marke. Dies sei zwar eine Option, welche die SRG prüfe, doch er persönlich sei eher dagegen.
Zu seiner eigenen Zukunft äusserte sich Walpen zurückhaltend. Er habe die Möglichkeit im Jahr 2010 zurückzutreten. Der Vertrag könne aber im gegenseitigem Einvernehmen verlängert werden.
Kein baldiger Abgang Deltenres
Bezüglich Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre glaubt Walpen nicht an einen baldigen Abgang, wie er sagte. Entsprechende Aussagen in einem Interview wären wahrscheinlich nicht so gemeint gewesen.
Deltenre hatte gegenüber dem "Sonntag" gesagt "irgendwann kommt jeder in einen Trott". In zwei Jahren könne sie "getrost sagen: Jetzt ist es gut aufgegleist". (sda)

