07.12.2016

Griechenland

Keine Radio- und TV-News wegen Journalistenstreiks

Griechische Journalisten legen aus Protest gegen die hohe Arbeitslosigkeit in der Branche ihre Arbeit nieder.

Wegen eines Journalistenstreiks in Griechenland gab es am Mittwoch im Radio und Fernsehen keine Nachrichten. Der Streik soll am Donnerstagmorgen um 6 Uhr Ortszeit enden. Auch die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA wurde bestreikt.

Die Medienleute wehren sich gegen die geplante Fusion ihrer finanziell relativ gesunden Renten- und Krankenkasse mit defizitären Kassen anderer Berufsverbände sowie gegen die hohe Arbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent in ihrer Sparte, wie die Journalisten-Verbände POESY und ESIEA mitteilten. Die Regierung des hochverschuldeten Landes muss harte Sparvorgaben umsetzen, um weitere Finanzhilfen internationaler Geldgeber zu bekommen.

Alle griechischen Sender zeigten am Mittwoch Spiel- und Dokumentarfilme. Nachrichtensendungen fielen aus. Wer sich in Griechenland informieren wollte, war auf die griechisch-zyprischen Medien oder einige kleinere Nachrichtenportale angewiesen, die der Journalistenverband als Streikbrecher kritisierte. (sda/dpa/wid)


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